Der Architekt Florian Stocker (Remshalden) verwandelt im Nordschwarzwald bei Pforzheim 92 Hektar in einen Landschaftsgarten (siehe BauNetz-Meldung vom 18.01.2007). Zudem wird neben einem schon umgebauten Wohnhaus demnächst der Rohbau des zweiten Wohngebäudes der Gartenanlage fertig gestellt: Das Richtfest des zweiten Bauabschnittes soll am 1. August 2008 zur Sonnenfinsternis gefeiert werden.
Das fünfgeschossige Wohngebäude mit vorgehängter Sichtbetonfassade ist ein mathematisch exakter Würfel, dessen Innenausbau hauptsächlich aus lokalen Materialien – wie Maulbronner Sandstein sowie Holz einer auf dem Gelände vom Blitz gefällten 200- jährigen Eiche – besteht und im Gegensatz zur harten Hülle weich wirken soll.
In den Gärten finden neben den beiden Wohnhäusern verschiedene skulpturale „Follies“ mit landschaftlichem Bezug Platz, die einen philosophischen Garten abstecken:
Eine „Falsifikationsschaukel“ als Hommage an Karl Popper, ein Gänsehaus, eine „Feuerstelle in der Wildnis“ als Tetraeder, ein Oktaeder aus Cortenstahl, ein „Mikrogefüge im wilden Biotop“ und eine „rationale Sommersonnenwendachse“: „Cogito ergo sum“ (nach Descartes). Weitere Wasserläufe und Teiche bespielen die Topographie des Geländes.
Bildnachweis: Fotografie Dietmar Strauß , Besigheim