Am 5. Januar starb der Stuttgarter Architekt Rolf Gutbrod in Dornach. Das berichtet die Stuttgarter Zeitung in ihrer Ausgabe vom 7. Januar 1999.
Gutbrod beeinflußte die Entwicklung der Nachkriegsarchitektur entscheidend durch seine Bauten und als prägte als Professor die Lehre in Stuttgart, Istanbul und Seattle. Er errichtete unter anderem die Deutsche Botschaft in Wien (1959-65), das Dorlandhaus in Berlin-Schöneberg (1964-66) und das Kunstgewerbemuseum in Berlin-Tiergarten (1962-85). Gemeinsam mit Frei Otto entwarf er den Deutschen Pavillon zur Weltausstellung 1967 in Montreal und ein Konferenzzentrum in Saudi-Arabien (1974). Insbesondere in Stuttgart setzte er mit der Milchbar für die Bundesgartenschau 1952 und der Liederhalle (gemeinsam mit Adolf Abel 1949-56) wichtige Akzente. Seine langjährige Lehrtätigkeit an der Universität Stuttgart ließ ihn zu einer der wichtigsten Persönlichkeiten der Stuttgarter Schule werden.
Rolf Gutbrod wurde 88 Jahre alt.
Das Südwestdeutsche Archiv für Architektur und Ingenieurbau an der Universität Karlsruhe informiert in seinem Webauftritt mit einer ausführlichen Biografie und einem kompletten Werkverzeichnis über das Schaffen Gutbrods.