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21.10.2009
Neuer Straßenraum
Wohnungsbau-Wettbewerb in München
Die Gemeinnützige Wohnstätten- und Siedlungsgesellschaft mbH in München hat im Juni einen Wettbewerb ausgelobt, weil sie an der Bad Schachener Straße im Münchener Osten beabsichtigt, im Rahmen des geförderten Wohnungsbaus Wohnungen auf einer Gesamtfläche von ca. 3,3 ha zu errichten. Es galt den Straßenraum durch eine beidseitige Bebauung städtebaulich neu zu gestalten.
Gegenstand des Wettbewerbs war die städtebauliche Planung und die Landschaftsplanung sowie für exemplarische Teilbereiche die Gebäude- und Freianlagenplanung. Von 17 Teilnehmern haben sich zwei erste Plätze herauskristallisiert:
- 1. Preis: ARGE Florian Krieger mit Silke Thron, Darmstadt, Irene Burkhardt, München
- 1. Preis: Robert Meyer, T 17 Landschaftsarchitekten, beide München
- 2. Preis: h4a Gessert + Randecker Freie Architekten BDA,
g2 Landschaftsarchitekten, beide Stuttgart
- Ankauf: Kappler Sedlak Architekten, Nürnberg, WGF Nürnberg
- Ankauf: Friedrich Poerschke Zwink Architekten GbR, München, grabner + huber, landschaftsarchitekten partnerschaft, Freising
Zu den ersten beiden Preisen schreibt die Jury:
„Die Arbeit von Krieger, Thron und Burkhardt überzeugt durch die Städtebauliche Gliederung des sich wechselseitig öffnenden Straßenraums, die vorhandene Themen aufnimmt und weiterführt. Die vorgeschlagene Typologie reagiert in überzeugender Weise auf die Schallproblematik, indem sie die schallabgewandte Fassadenlänge maximiert. Die Platzabfolge scheint gelungen, gut proportioniert und lässt hohe Aufenthaltsqualität erwarten. Die baumbestandene Wiese im Südteil ist wohltuend unaufgeregt, die Integration der Spielflächen ist vorstellbar. Der vorhandene Baumbestand fügt sich schlüssig in das Konzept ein.“
„Die Verfasser Robert Meyer und T17 schlagen profilüberragende Punkthäuser unterschiedlicher Höhe zur Markierung und Interpunktion des Gesamtareals vor; so entsteht eine Torsituation zu der Bad Schachener-/Echardinger Straße einerseits, auf der gegenüberliegenden Seite im Westen andererseits. Dadurch wird der Stadtraum angenehm positiv aufgewertet.
Die Nord- und Südseite der Bebauung an der Bad Schachener Straße entspringen einer Konzeptidee, nämlich der Gliederung der Raumkanten, allerdings in unterschiedlicher Ausbildung: Die nördliche Bebauung kehrt den Bebauungsplan um und schafft intime nach Süden orientierte Eingangshöfe, die im Süden ihr Pendant in viergeschossigen Turmbauten finden. Sämtliche Wohn- und Aufenthaltsräume sind zu den grünen Höfen zur Maikäfersiedlung orientiert, Nebenräume liegen zu Erschließungshöfen.“
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