Wohnüberbauung Goldwand – so heißt dieses Projekt. Allerdings nicht, weil die hier verwendeten handgebrannten gelben Klinkerziegel zusammen eine goldene Wand bildeten, sondern weil das Flurstück in Ennetbaden im schweizerischen Kanton Aargau so heißt. Ennetbaden liegt gegenüber der Stadt Baden am anderen Ufer der Limmat. Hier hat das Badener Büro Burkard Meyer eben jenen edlen Wohnungsbau realisiert, der Ende 2013 bezogen wurde.
Die Anlage an einem steilen Hang über dem Limmatknie blickt auf das Bäderviertel von Baden. Entsprechend wichtig war den Architekten der Panoramablick aus den Loggien und vollverglasten Wohnbereichen. Der Baukörper enthält acht Eigentumswohnungen und gliedert sich in vier hervortretende Segmente auf, die sich „mühelos in die Körnung des Quartiers einfügen“, so die Architekten.
Die Lage am stark abfallenden Hang führt zur inneren Organisation des Hauses: Auf dem (obersten) Straßenniveau sind lediglich die Stellplätze und der Zugang zur Vertikalerschließung untergebracht, auf den beiden darunter liegenden Ebenen sind je zwei Wohnungen pro Segment angeordnet. Jeder Wohnung ist ein „Vier-Jahreszeiten-Zimmer“ vorgelagert. Die oberen Einheiten haben rückseitig zusätzlich noch einen intimen Innenhof, dem ein weiteres Zimmer zugeordnet ist.
Die Architekten erläutern die äußere Erscheinung: „Die horizontal gegliederte Fassade adaptiert die Linearität der Hanglage, durchgängige Glasflächen kontrastieren die unterschiedlich ausgebildeten Mauerwerksflächen und bilden die räumliche Struktur ab. Besonderes Augenmerk wurde der Ausgestaltung und der Wirkung des Mauerwerks geschenkt. Der eigens angefertigte beigefarbene Ziegelstein wurde für die geschlossene Wand, aber auch in Form eines leichten und lichtdurchlässigen Sichtschutzes eingesetzt.“
Fotos: Valentin Jeck
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joscic | 18.08.2014 11:19 UhrSchiefe Hanglage
Herrlich, wie diese groben Kloetze sich "muehelos in die Koernung des Quartiers einfuegen". Dem Architekten Geschwurbel wurde offensichtlich "besonderes Augenmerk geschenkt"