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31.03.2025
Stamm im Haus
Bürogebäude in Gossau von K&L Architekten und ICD Stuttgart
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Ein Bild | 02.04.2025 09:10 UhrSagt mehr als 1.000 Worte
Der Schreiner in Bild 31 kann immer noch nicht fassen, was er da vollbracht hat...
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claus | 01.04.2025 20:48 UhrSchöne Bilder, enge Dogmen
Das Bild eines jordanischen Canyons finde ich sehr schön, warum man das aber aus dem Holz zwängen muss erschließt sich mir trotzdem nicht. Sicher hat die Treppe hohe räumliche Qualitäten, aber es knirscht doch schon an einigen buchstäblichen Ecken und Kanten.
Gerade vor diesem Hintergrund finde ich es schon wichtig, über die tektonischen Materialeigenschaften von Holz zu sprechen und das ist nunmal primär linear und nicht 3-d-gedruckt. In der daliegenden Form finde ich die Materialverwendung unangemessen. Sicher ist es technisch möglich und muss vielleicht auch ausprobiert werden, aber ob es auch vitruvianisch sinnvoll ist das zu tun, finde ich diskutierbar.
Das Haus wäre kein Deut schlechter geworden, wenn man bei der Treppe auf das Holzdogma verzichtet und einen z.B. mineralischen Kontrast zum sehr schönen Holzhaus gesetzt hätte.
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Hirsch | 01.04.2025 17:39 UhrVielleicht
wäre lediglich eine andere Bezeichnung sinnvoller:
statt "Stammbaum" lieber "jordanischer Canyon". So sieht's dort nämlich aus. Dazu passt dann auch die horizontale Maserung des Holzes besser, in einem Baum verläuft diese vertikal.
Die Aufgabe "jordanischer Canyon als Holz-Treppenhaus" für mich mit Bravour gelöst. Sehr schöne Sichten.
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Marco Goetz | 01.04.2025 13:24 UhrBitte um Mäßigung
Wie so oft kann ich mich über die herablassenden Kommentare angesichts dieser sehr diskutablen und schön gemachten Architektur nur wundern.
Man mag die Idee des Baumstamms im Stammhaus (sic!) eines Holzbauunternehmens etwas platt finden.
Hätte mir das aber niemand erzählt, würde ich mich an diesem schönen, komplex geformten hölzernen Treppenraum (schon ein Kunststück!) umso mehr erfreuen.
Holz auf seine Linearität zu reduzieren, das ist mir zu kurz gesprungen.
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50667 | 01.04.2025 10:34 UhrDiese große Geste...
...hätte einen souveränen Entwurf und deutlich mehr Lockerheit erfordert...leider nicht gut gemacht...schade..
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auch ein | 01.04.2025 09:23 Uhrarchitekt
man muss nich ALLES in einem gebäude unterbringen, was man alles kann.
ein showroom der eigenen leistungsfähigkit,
weniger hätte es auch getan.
und der vergleich mit dem stück ast??? voll daneben
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claus | 31.03.2025 20:28 Uhrlineare Kurven
Die Büroräume sind ganz ordentlich gelungen, vielleicht etwas zu uni in Holz, da geben die gebeizten Oberflächen im Kern einen recht guten Kontrast, von dem man sich vielleicht noch etwas mehr gewünscht hätte, aber das ist nur sekundär.
Das verkrampte Gewürge bei dem Baum im Zentrum jedoch - eine im Übrigen zeimlich flache Kitschmetapher - tut echt weh. Ich finde es zeigt recht klar auf, dass Holz im Grunde ein linearer Baustoff ist. Das monolithische geht hier leider hinten und vorne an komischen Richtungswechseln und polygonalen Übergängen im Material verloren.
Es ist ja erstmal schon etwas eigenartig, dass die organische Form sich leichter mineralisch als hölzern umsetzen lässt, zugegeben. Aber aus einem graden Brett wird halt nur im kleinen Maßstab eine schöne Kurve. Daher hier vielleicht doch am eigenen Dogma gescheitert.
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stauBmeier | 31.03.2025 16:29 Uhrich habe dann
aufgehört weiterzuklicken,
weil ich kein Holz mehr sehen konnte.
Ein Paradoxon.

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Hirsch | 02.04.2025 13:16 UhrClaus, wäre mineralisch überhaupt vitruvianisch?
Den Canyon könnte ich mir sehr gut mineralisch vorstellen. Vielleicht wäre es konzeptionell auch noch stärker.
Allerdings frage ich mich, wie würde man diese, nennen wir sie dreidimensionale Freiform, aus Beton herstellen? Die typischen flächigen Schaltafeln könnten nicht genutzt werden, notwendig wären zahlreiche individuelle "3d-gedruckte" Schaltafeln aus Holz. Größerer Holzaufwand für die Schalung zuzüglich Betonaufwand, ob das sinnvoll wäre?
Dann vielleicht lieber Beton-3D-Druck. Aber wäre das dann vitruvianisch, Beton gedruckt, und nicht gegossen. Dann müsste das "3d-gedruckte" Holz ja auch in Ordnung sein. Dann doch lieber mauern? Die Sicht der Fotos zeigt, gewisse Formen wären nicht darstellbar. Also Beton wie?
Ist das lineare Brett nun die natürliche Form von Holz? Bei einer kerzengraden Fichte mag das naheligend sein. Wie sieht's jedoch beim knorrigen Olivenbaum aus? Ist dieser nun wirklich "primär linear"? Oder nicht doch eher "3d-gedruckt"?